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Dunstabzugshaube und Fettfilter reinigen: So löst du hartnäckiges Fett

Dunstabzugshaube und Fettfilter reinigen: So löst du hartnäckiges Fett

In der Dunstabzugshaube sammelt sich beim Kochen mit der Zeit Fett – auf dem Filter, am Gehäuse und an den Rändern. Eine regelmäßige Reinigung sorgt nicht nur für Hygiene und Saugleistung, sie ist auch eine Brandschutzmaßnahme: Ein zugesetzter Fettfilter direkt über einer offenen Flamme ist eine der häufigsten Ursachen für Küchenbrände. So gehst du vor.

Vorher: Strom weg

Bevor du Filter ausbaust oder das Gehäuse auswischst, schalte die Haube am Gerät aus und zieh den Stecker oder nimm die Sicherung heraus. Bei vielen Modellen liegen Beleuchtung und Schalter direkt hinter dem Filter. Halogen- und LED-Lampen vorher abkühlen lassen – sie werden heiß genug für Verbrennungen.

Den Fettfilter reinigen

  1. Filter aus der Haube nehmen (meist per Clip oder Riegel). Häufig hängt beim Lösen Fett darunter – ein untergelegtes Tuch spart die halbe Nacharbeit.
  2. In heißem Wasser mit einem starken Fettlöser einweichen, 15 bis 30 Minuten reichen meist.
  3. Mit einer Bürste nacharbeiten, bis sich das Fett löst – keine Drahtbürste, die drückt das Metallgeflecht ein.
  4. Gründlich abspülen und vollständig trocknen lassen, bevor du den Filter wieder einsetzt. Ein feucht eingesetzter Filter riecht innerhalb weniger Tage muffig.

Spülmaschine: geht – aber nicht bei jedem Filter

Metallfilter lassen sich oft auch in der Spülmaschine reinigen. Zwei Einschränkungen, die in den meisten Anleitungen fehlen:

  • Aluminiumfilter verfärben sich. Spülmaschinenreiniger ist stark alkalisch und lässt blankes Aluminium grau bis schwarz oxidieren. Das ist ein Schönheitsfehler, kein Defekt – aber er ist nicht mehr rückgängig zu machen. Edelstahlfilter vertragen den Gang problemlos.
  • Nicht zusammen mit Geschirr. Das gelöste Fett verteilt sich sonst auf allem anderen im Gerät.

Wer unsicher ist, welches Metall verbaut ist: Aluminium ist deutlich leichter und nicht magnetisch.

Fettfilter ist nicht Aktivkohlefilter

Bei Umlufthauben sitzt hinter dem Fettfilter zusätzlich ein Aktivkohlefilter, der die Gerüche bindet. Der lässt sich nicht waschen – Wasser zerstört die Kohlestruktur, und danach filtert er nichts mehr. Aktivkohlefilter werden je nach Kochhäufigkeit alle 3 bis 6 Monate ersetzt. Wenn die Küche trotz sauberem Fettfilter nach dem Kochen riecht, ist fast immer die Kohle erschöpft.

Gehäuse und Oberfläche

Außen reicht es, die Haube mit einem fettlösenden Reiniger abzuwischen. Bei hartnäckigem, eingebranntem Fett hilft ein kräftiger Fettlöser bzw. Backofenreiniger – kurz einwirken lassen und nachwischen. Edelstahlflächen anschließend in Faserrichtung trocken polieren, sonst bleiben Schlieren. Reiniger immer auf das Tuch geben, nicht auf die Haube sprühen: Nebel, der in Schalter, Beleuchtung und Lüftergehäuse zieht, ist eine der häufigsten Defektursachen.

Wie oft reinigen?

  • Fettfilter: je nach Kochhäufigkeit alle 2–4 Wochen. Wer täglich brat, eher alle zwei.
  • Aktivkohlefilter (nur Umluft): alle 3–6 Monate austauschen, nicht waschen.
  • Gehäuse außen: am besten regelmäßig kurz abwischen, dann setzt sich weniger fest.
  • Lüfterrad und Innenraum: ein- bis zweimal im Jahr – hier sammelt sich der Rest, der am Filter vorbeigeht.

Häufige Fragen

Die Haube saugt nicht mehr richtig – liegt das am Filter?
In den meisten Fällen ja. Ein mit Fett zugesetzter Filter halbiert den Luftdurchsatz, ohne dass man es sieht. Zweithäufigste Ursache bei Abluftbetrieb: ein verklebtes oder blockiertes Mauerkastenventil.

Kann ich den Filter einfach länger drin lassen?
Technisch ja, sinnvoll nein. Neben der Brandgefahr tropft gesättigtes Fett irgendwann zurück auf das Kochfeld, und der Geruch setzt sich in der ganzen Küche fest.

Backofenreiniger auf der Haube – ist das nicht zu scharf?
Auf Edelstahl und lackiertem Stahl kurz aufgetragen und zügig nachgewischt: kein Problem. Nicht anwenden auf Aluminium und nicht auf Glasflächen einwirken lassen. Immer Handschuhe tragen und die Küche lüften.

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