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Bio Spülmaschinentabs: All-in-One oder 2-Phasen?

Wer nach Bio Spülmaschinentabs sucht, meint meist zweierlei: ein Tab, das ohne kritische Inhaltsstoffe auskommt, und eines, das trotzdem sauber spült. Beides zusammen ist der eigentliche Prüfstein. Dieser Ratgeber ordnet die Begriffe und zeigt, worauf es beim Kauf von Geschirrspültabs ankommt.

Phosphatfrei ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr

Viele Hersteller werben mit "phosphatfrei". Das klingt nach Auszeichnung, ist aber weitgehend Standard: Seit dem 1. Januar 2017 begrenzt die EU-Detergenzienverordnung den Phosphorgehalt von Maschinengeschirrspülmitteln für den Haushalt auf 0,3 Gramm je Standarddosierung. Phosphate wirkten früher als Enthärter und Schmutzträger, förderten aber die Überdüngung von Gewässern.

Interessanter ist deshalb die Frage, womit ein Tab die Phosphate ersetzt und wie vollständig die übrigen Bestandteile biologisch abgebaut werden. Ein glaubwürdiges Bio-Tab macht dazu Angaben, statt nur den weggefallenen Stoff zu betonen.

Die Folie: mitspülen oder abziehen?

Ein Punkt, der in Tests und Ratgebern zunehmend diskutiert wird, ist die Umhüllung des Tabs. Viele Hersteller setzen auf wasserlösliche Folie aus Polyvinylalkohol (PVA), die im Spülgang einfach mitgeht. Bequem – aber Umweltverbände weisen darauf hin, dass PVA auf fossilen Rohstoffen basiert und in Kläranlagen offenbar nicht vollständig abgebaut wird. Solange die Datenlage dazu nicht geklärt ist, raten sie eher davon ab.

Die Alternative ist schlicht: eine Umverpackung, die vor dem Einlegen abgezogen wird und im Restmüll landet statt im Abwasser. Unsere Tabs sind so aufgebaut – die Folie wird entfernt, bevor der Tab in die Dosierkammer kommt. Ein Handgriff mehr, dafür ein Stoff weniger im Abfluss.

All-in-One oder 2-Phasen: der praktische Unterschied

Die beiden gängigen Bauarten lösen unterschiedliche Probleme.

All-in-One

Ein All-in-One-Tab bündelt Reinigerwirkung, Klarspüleffekt und Enthärtung in einem Presskörper. Das spart Handgriffe und ist die bequemste Lösung für den normalen Haushalt. Unsere All-in-One Spülmaschinentabs gehören in diese Gruppe.

2-Phasen

Ein 2-Phasen-Tab trennt die Wirkstoffe räumlich: Die Pulverphase übernimmt das Lösen von Fett und Eingetrocknetem, die Gelphase bindet Kalk. Der Vorteil liegt darin, dass beide Phasen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Spülgang freigesetzt werden. Wer viel mit Aluminiumteilen oder empfindlichen Dekoren spült, fährt damit oft schonender — so wie mit unseren Geschirrspültabs mit 2-Phasen-Formel.

Warum "All-in-One" nicht immer alles ersetzt

Die Enthärterfunktion in All-in-One-Tabs ist auf mittlere Wasserhärte ausgelegt. In Regionen mit sehr hartem Wasser empfehlen die meisten Maschinenhersteller weiterhin, Regeneriersalz separat zu befüllen und die Enthärtungsanlage der Maschine auf die tatsächliche Härte einzustellen. Die Wasserhärte am eigenen Wohnort steht in der jährlichen Trinkwasseranalyse des lokalen Versorgers.

Ähnliches gilt für den Glanz: Wenn Gläser trotz All-in-One matt aus der Maschine kommen, hilft meist ein separater Klarspüler, weil sich seine Dosierung unabhängig vom Reiniger regeln lässt.

Vier Punkte, die die Reinigungsleistung mehr beeinflussen als das Tab

  • Grobes entfernen, nicht vorspülen. Speisereste gehören in den Bioabfall. Abspülen unter fließendem Wasser ist dagegen unnötig — moderne Programme brauchen einen gewissen Schmutzanteil, um die Sensorik richtig zu steuern.
  • Sprüharme frei halten. Ein Topfstiel, der den Sprüharm blockiert, kostet mehr Sauberkeit als jede Tab-Wahl.
  • Siebe regelmäßig reinigen. Ein zugesetztes Sieb führt zu Belägen auf dem Geschirr, die leicht dem Reiniger angelastet werden.
  • Programm passend wählen. Kurzprogramme geben dem Tab oft zu wenig Zeit, sich vollständig aufzulösen. Bei stark verschmutztem Geschirr ist ein längeres Programm die bessere Wahl.

Tab, Pulver oder Flüssigreiniger?

Tabs sind vordosiert und damit unschlagbar bequem. Sie eignen sich schlecht, wenn die Beladung stark schwankt: Für eine halb gefüllte Maschine lässt sich ein Tab nicht sinnvoll teilen. Wer sehr unterschiedlich große Mengen spült oder sehr viel spült, fährt mit einem flüssigen Konzentrat genauer und meist günstiger. In gewerblichen Maschinen ist der Fall ohnehin anders gelagert — dort dosiert eine Anlage automatisch, wie im Ratgeber zum Geschirrreiniger für gewerbliche Spülmaschinen beschrieben.

Kurz zusammengefasst

"Phosphatfrei" allein sagt heute wenig. Entscheidend sind die Abbaubarkeit der übrigen Bestandteile, der Umgang mit der Tab-Folie, die passende Bauart für das eigene Geschirr und die richtige Einstellung der Maschine. Eine Übersicht aller Varianten gibt es in unserer Kategorie Bio Spülmaschinentabs; wer flüssig dosieren möchte, findet die Alternativen unter Reiniger für die Spülmaschine.

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